Irkutsk Tour 1

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Bereits um halb 6 Uhr früh kamen wir dank 5 Stunden Zeitverschiebung bei unserem Hotel Best Eastern Delta an. Wir hatten vom 18. Bis 20. gebucht, aber extra Frühanreise angegeben, was laut Buchungsbestätigung eigentlich bedeutete, dass wir bereits um 8 Uhr einchecken konnten. Leider sagte man uns im Hotel was anderes, wir mussten noch bis Mittag warten oder konnten für je 43€ Aufpreis zwei Einzelzimmer nehmen. Wir entschieden uns für ersteres, denn um diese Zeit waren wir noch fit!
Nachdem wir unsere Rucksäcke im Gepäckraum des Hotels verstaut hatten, gingen wir hinaus in die noch dunkle Stadt. Mit dem im Hotel für 150 Rubel gekauften Stadtplan gingen wir erstmal Richtung der Hauptstaraße „Karl Marx“ in Irkutsk. Uns vielen die vielen,alten, jedoch schön verzierten Holzhäuser auf, die im Morgengrauen auftauchten. Auf der Karl Mark Str. angekommen, war alles noch sehr ruhig. Wir beschlossen diese hinabzuschlendern bis zum Ufer des Flusses Angara. Dabei führte uns der Weg vorbei an einigen Statuen. Gerlinde fotografierte ich mit der eines berühmten Dichters der Region. Auch einige Markenartikler, allen voran Adidas, haben den Weg nach Irkutsk gefunden. An der Angara angekommen, gingen wir dann vorbei am Weißen Haus von Irkutks durch einen Parkt entlang der Angara. Tolle Blicke im Morgennebel boten sich uns als langsam in der Ferne eine Brücke auftauchte. Auch einen Biber konnten wir zwischendurch im fast stehenden Wasser erspähen. Ein Reinigungstrupp war unterwegs, um die Spuren vom Vortag zu beseitigen. Beim einen oder anderen war die Motivation beim „Im Stehen Kehren“ nicht besonders groß. Plötzlich war der Park zu Ende und wir sahen am anderen Ufer einen Schiffsfriedhof. Auf unserer Seite gings nicht mehr weiter, da ein altes Sovietrelikt von Fabrik den Weg blockierte. Alles inkl. Häuser und Straßen hier war total desolat. Aus Rücksicht auf die Leute, die hier am Morgen schon vor Ihren Wohnungen standen, machten wir hier nicht all zu viele Fotos. Wir gingen weiter zu einem großen Kriegerdenkmal mit einer lodernden Flamme in der Mitte. Von hier aus hatten wir einen tollen Blick auf mehrere orthodoxe Kirchen. Eine war schon einsturzgefährdet. Die anderen Schmuckstücke waren noch rechtzeitig restauriert worden und werden es noch. Hier wollte ich unbedingt einen Blick hineinwerfen, zumal die orthodoxen Kirchen im Innenraum sich komplett von den römisch-katholischen unterschieden. Hier gibt es keine Bänke. Jeder nur erdenkliche Winkel ist für ein Heiligenbild oder eine Heiligenstatue genutzt. Für jeden Heiligen kann man eine Kerze anzünden. Plötzlich warf sich eine Frau vors Kreuz Christi und begann es von unten bis oben zu küssen. Als Gerlinde feststellte, dass Sie die einzige Frau ohne Kopftuch in der Kirch war, wollte sie wieder raus. Wir gingen dann weiter neuerlich durch einen Park bis zum Zirkus der Stadt, der in einem fixen Gebäude untergebracht war. Der Zirkus hat in Rußland einen besonderen Stellenwert und etliche Städte haben einen eigenen Zirkus. Wir beschlossen dann endlich einen Kaffee trinken zu gehen. Wir saßen erstmal eine Viertelstunde und das Personal ging mit Sicherheitsabstand zigmal vorbei. Man mußte an der Bar bestellen und zahlen und danach wird alles serviert. Ein eigenartiges System. Der große Cappucino und der heiße Schwarztee bauten uns auf. Danach gingen wir in ein riesiges verwinkeltes Kaufhaus. Ganz anders als bei uns gibt es hier hunderte kleiner Stände und Buden. Meine lang ersehnte klassische russische Fliegeruhr fand ich hier nicht. Stattdessen dominieren hier bereits billige Fernost Importe neben einigen westlichen Markenartikeln. In der modernen Kantine aßen wir heiße Soljanka Suppe, die hervorragend zubereitet war und Richtung Gulaschsuppe geht. Einem falsch verstandenen Wort an einem Moskauer Würstelstand verdankte ich es, dass ich zu den Kartoffel Fri, Pommes in Rußland, auch noch Krensenf dazubestellte. Da waren die Damen ziemlich verdutzt, gaben mir aber was ich bestellte. Um kurz nach 12 kamen wir ins Hotel, wo wir uns auf das Bett freuten. Vorher mußten wir aber Flugtickets, Migrationskarte, und die Zugkarten von der Einreise rauskramen, da die Damen auf eine Registrierung bestanden, obwohl dies normalerweise erst ab 3 Werktagen nötig ist. Sobald dies geschafft war fielen wir ins Bett und schliefen erstmal 6 Stunden.



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