Japanrail – Bahn fahren in Japan

Shinkansen
Shinkansen

Das Bahnnetz in Japan ist hervorragend ausgebaut und man kommt problemlos in jede größere Stadt. Speziell die Hauptstrecke zwischen Tokyo und Hakata / Fukuoka, auf der wir einige Male unterwegs waren, ermöglicht es mit dem Shinkansen (Nozomi) mehr als 200km pro Stunde zurückzulegen, aber auch die Verbindungen auf den Nebenstrecken sind sehr flott. Die Züge werden penibelst sauber gehalten. Eigens für die Müllentsorgung abgestellte japanische Stewardessen gehen regelmäßig durch die Wagons um jeglichen Müll mitzunehmen. Auch auf saubereren Zugtoiletten bin ich wohl noch nie gewesen.

Der Fahrkartenkauf

Die Ticketschalter sind auf jedem Bahnhof sehr deutlich angeschrieben. Meist kommt man in eine Art Reisecenter.
Da Japaner – und das gilt auch für das Bahnpersonal – grundsätzlich sehr schlecht oder gar nicht Englisch sprechen, haben die meisten Schalter eine Art Behelf in Mappen zu jeder beliebigen Strecke. Hier kann man auf Englisch alle wichtigen Infos dazu lesen. Auf dem kleineren Bahnhof Takaoka, nahe dem Fährhafen Fushiki, gab es den Behelf nicht, so war der Kartenkauf schwieriger. Unser Kollege Euan hatte ein Phrasebook mit, das uns gute Dienste leitstete.

Reserved und Unreserved Seats

Es gibt immer einige Wagen mit unreserved seats, die günstiger sind. Allerdings gibt es hier keine Sitzplatzgarantie, wie der Name schon sagt. Wir hatten damit nie Probleme und konnten uns immer etwas aussuchen.

Der Fahrpreis und die Tickets

Der Tarif wird strikt nach km gerechnet und verbilligt sich nicht bei größeren Strecken, soweit ich das mitbekommen habe. Die Fahrkarten werden grundsätzlich für einen Tag ausgestellt und sind innerhalb von 3 Tagen (Shinkansen 2 Tage) einzulösen. Auf den Express Strecken gibt es eine normale Fahrkarte und eine 2. Fahrkarte für den Express Aufpreis. Die Kosten für den extrem schnellen Nozomi sind aber überschaubar und betrugen für 400-500 km ca. 10.000 Yen. Details auf der Website von Japanrail.

Japanrail Pass

Es gibt einige Varianten davon und Sie machen grundsätzlich nur Sinn, wenn man sehr viele Bahnkilometer zurücklegt. Für den Shinkansen zahlt man dann nur noch den Aufpreis.

Check-In / Check-Out

Geht man Richtung Gleise muss man ähnlich wie bei U-Bahnen in Europa ein Drehkreuz passieren. Wichtig: Beide Karten gleichzeitig einschieben! Diese kommen auf der anderen Seite wieder raus. Ist man am Ziel angekommen, verläßt man erst den Shinkansen Bereich und es kommt nur noch eine Karte raus, die man dann beim Verlassen des allgemeinen Bahnsteigbereich braucht.

Bahnsteige finden?

Es gibt wie bei uns Anzeigentafeln, die auf Japanisch und Englisch abwechseln angeschrieben sind. Hier wird auch die „platform“ angezeigt und die Abfahrtszeit.

Sehr praktisch sind dann die Wagenstandsanzeiger auf den Bahnsteigen, die in Japan genaustens eingehalten werden. An den Bodenmarkierungen bilden sich deshalb auch Schlangen. Vordrängeln ist verpönt und wird nicht akzeptiert.

Die Bahnhöfe in Japan

… sind meist wahre Shippingtempel, in denen es nicht nur eine Menge an Restaurants und Cafés gibt. Auch eine Touristeninfo ist immer an den größeren Bahnhöfen.

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