Ein Besuch auf Lantau

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Nach ca. einer Woche in Hong Kong beschlossen wir, für zwei Nächte auf eine der Inseln in der Nähe zu fahren. Wir suchten uns aus keinen speziellen Gründen Lantau aus und nahmen die Fähre der Fährgesellschaft First Ferry. Angeblich soll es auch eine Schnellverbindung geben, die wir aber nicht entdeckt haben. Das war uns aber egal, immerhin sind wir ja Touristen, haben Zeit und wollen für unser Geld so viel wie möglich geboten bekommen! :-) Nach ca. 50 Minuten und 1-2 € ärmer hatten wir die Überfahrt geschafft und legten am Pier in Lantau an. Eine Unterkunft hatten wir zuvor bewusst noch nicht gebucht, da im Reiseführer beschrieben war, dass man diese ganz gut an den dortigen Kiosken direkt bekommen kann. So war es dann auch. Es gab Bilder zu den Unterkünften. Leider verstanden wir die Frau vom Kiosk nicht, obwohl sie sehr viel geredet hat. Mittels Zeichensprache schlugen wir dann zu und bezahlten gleich unsere Zimmerrechnung von ca. 35€ pro Nacht. Sie gab uns noch eine Wegbeschreibung auf chinesisch aber mit Skizze auf den Weg, die uns unser Hotel auch so ohne Probleme finden ließ. Dort angekommen fanden wir ein sehr pinkes Hotel vor, dass seine Besten Tage schon hinter sich hatte. Alles wirkte irgendwie heruntergekommen und renovierungsbedürftig, aber wir wollten ja nur zwei Tage bleiben und so fanden wir es nicht so schlimm. An der Rezeption zeigten wir dem Mann dort die Bestätigung dass wir bereits bezahlt hatten, mussten gleich noch eine Kaution von ca. 10 € drauf legen und durften anschließend unser Zimmer suchen.

Dieses erinnerte mich an diverse Pauschalurlaube in 3-Stern Hotels mit meinen Eltern vor ca. 20 Jahren. Ich bin mir sicher, es ist auch so lange nichts daran verändert worden. Einzig der DVD-Player wirkte neu. Jetzt wusste ich, wofür wir die Kaution bezahlen mussten. Es müffelte extrem, also schalteten wir die Klimaanlage ein, denn zum Fenster aufmachen war es viel zu heiß draußen. Das Bad war OK und wir hatten ein Bett, wir waren zufrieden.

Kurze Zeit später verließen wir auch schon wieder unser Zimmer und gingen zum Strand, der gleich vor der Haustür lag. Ich konnte es mir nicht nehmen lassen und testete mit den Füßen die Temperatur des Pazifiks. Am Liebsten wäre ich gleich ganz hinein gegangen, es hatte warme 27°, wie wir später an einer Tafel lesen konnten. Allerdings riefen Hunger und auch Gerald, denn der war inzwischen von einigen Moskitos belästigt worden. Vielleicht wäre ein Strandzelt hier ganz hilfreich gewesen?

Wir gingen die Promenade Richtung Pier entlang, machten bei einem Kiosk halt um uns mit einem Gelsenmittel einzudecken und suchten uns schließlich ein türkisches Lokal zum Essen aus, das auch im Reiseführer empfohlen war. Davon wurden wir leider enttäuscht. Wir wurden zwar satt, aber das Essen an sich war nicht so überragend. Im Wellcome nebenan deckten wir uns noch mit Bier und Knabbereien ein und machten uns wieder auf den Rückweg zum Hotel. Am Strand standen in regelmäßigen Abständen Tischgarnituren bereit, von denen wir uns eine aussuchten um unsere zuvor erworbenen Leckereien zu verputzen und den Tag ausklingen zu lassen.

 

Den nächsten Tag begannen wir erst einmal mit ausschlafen. Die Nacht war nämlich etwas unruhig, weil die Klimaanlage sehr sehr kalt blies. Leider war keine Fernbedienung vorhanden und man konnte auch manuell nichts umstellen, also konnten wir uns aussuchen ob wir frieren oder schwitzen wollten.

Irgendwann ging es dann wirklich nicht mehr mit Schlafen, also machten wir uns fertig für den Strand. Zuvor machten wir aber noch einen Abstecher in ein nahe gelegenes „Café“. Das war sehr abenteuerlich, denn bis auf die Tische die heraußen standen und ein paar selbst geschriebene Plakate wies nichts auf ein Café hin oder darauf, dass es geöffnet hatte. Wir setzten uns einfach mal hin, weil auch die Aussicht aufs Meer gut und es ein schattiges Plätzchen war. Es kam sofort der Eigentümer und nahm unsere Bestellung auf.

Nach dieser Stärkung ging es weiter zum Strand Eigentlich hatten wir schon erwartet dort einige Leute zu treffen, aber wir waren die Einzigen, außer den zwei Bademeistern und den drei Leuten die den Strand säuberten. Das Schwimmen in dem mit einem Hainetz gesicherten Bereich war ein Traum. Manchmal sprangen Fische über einen drüber, das hat mich anfangs erschreckt, denn das hab ich noch nie gesehen. Es war aber sehr witzig zum Anschauen. Ein kleiner Fisch fand offenbar Gefallen an mir, der ließ sich nicht mehr abschütteln. Sehr hartnäckig! Trotzdem genoss ich das Schwimmerlebnis im Pazifik in vollen Zügen.

Abends suchten wir uns ein Seafood Restaurant aus, mit Terrasse und Blick aufs Meer. Irgenwie haben wir uns bei den Portionen verschätzt, denn es war sehr sehr viel, was wir da auf den Tellern hatten.

Den letzten Tag auf Lantau verbrachten wir schlicht damit, in einem Cafè nahe dem Pier zu sitzen und diversen Schiffen beim Anlegen und Ladung löschen zuzusehen. Sehr gemütlich!

Auf der Rückfahrt war eine Horde Kinder mit an Board, deshalb kauften wir uns Tickets für die Deluxe-Klasse, die so um die 2-3 € pro Person ausmachten. Wir stellten fest, dass man mit diesem Ticket in einem klimatisierten Raum sitzt, was bei der Hitze auch nicht unpraktisch war.



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