Leckerer chinesischer Businesslunch, Tempelbesuch und Fabriksbesichtigung in Fuzhou

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Kurz vor 12 rief mich Jualy, die Sales Managerin meines chinesischen Lieferanten für Lanyards an, dass Sie in kürze bei uns im Hotel sein wird, um uns abzuholen. Wir warteten in der Lobby und waren als einzige Weiße auch kaum zu übersehen. Sie holte uns in Begleitung einer 2. Sales Mitarbeiterin Winnie und des General Managers Mr. Tong ab. Unsere Rucksäcke landeten im Kofferraum und dann gings gemeinsam in ein Sea Food Restaurant, das sehr versteckt in einem Hinterhof gelegen war. Das Restaurant selbst war sehr fein und wir bekamen ein Séparée zugeteilt. Wir beschlossen Bier zu trinken und dann ging der Essmarathon los. Div. Gemüse aus dem Meer, gefolgt von Shrimpsen, ganzen Krebsen, gebratenem Reis, scharfem Rindfleisch, Fisch in der Suppe, und vielen, vielen weiteren Gerichten wurden auf einer drehbaren Tischplatte serviert. Gott sei Dank waren Winnie und Jualy beim Essen diverser Meeresfrüchte behilflich J Nebenbei unterhielten wir uns prächtig und Mr. Tong schenkte kräftig Bier nach.

Nachdem wir alle richtig satt waren und sehr, sehr viel übrig blieb, machten wir uns auf den Weg zum Tempel von Fuzhou. Als wir ankamen war ich vom Eingangstor beeindruckt, aber was danach folgte war ein wahres Furioso an klassischer über 1000 Jahre alter chinesischer Tempelarchitektur an einem wunderbaren See. Als wir beim ersten Tempel ankamen, wurden wir in den Brauch des Opferns von Räucherstäbchen eingeführt. Wir nahmen 9 Räucherstäbchen und entzündeten diese. Wichtig war hier, die Flammen nicht auszublasen! Danch kamen jeweils 3 Stäbchen in jeweils eine kunstvoll ornamentierte Metalltruhe. Ein besonderer Höhepunkt waren die größten Jadebuddhas in China.

Gerlinde und ich bekamen am Ausgang der Tempelanlage noch 2 traditionelle Kämme aus Horn, welche gut für viele Wehwehchen sein sollen und zum allgemeinen Wohlbefinden angeblich beitragen.

Die Fahrt ging dann weiter ins Industriegebiet, das im Gegensatz zu meinen Erwartungen sehr sauber war. Vorbei am obligatorischen Security Point war unsere erste Station bei der Firmenbesichtigung das Lager. Weiter im 1. Stock sahen wir dann eine Vielzahl an Näherinnen am Werk und wir konnten die Produktion von 2 verschiedenen Taschen hautnah verfolgen. Auf der nächsten Etage wurde uns die Lanyard Produktion und der Druck im Sublimationsverfahren gezeigt. Auch eine eigene Entwicklungsabteilung zur Erstellung neuer Produkte gab es. Als der Rundgang abgeschlossen war ging’s ins große geräumige Chefbüro, wo wir an einer noch nie gesehenen imposanten aus einem Wurzelstock gefertigten Tee-Sitzgarnitur Platz nahmen. Als ersten Schritt der Teezeremonie wurde der Tisch mit heißem Wasser übergossen, das über das integrierte Ablaufsystem wieder seinen Weg nach draußen, sprich in einen Kübel, fand. Danach wurden die Teeblätter erst mit heißem Wasser übergossen, das anschließend wieder zur Reinigung des Mini-Tee-Services diente. Das ganze Prozedere wurde mit einer speziellen Tee-Zange (übergroße Pinzette) in unheimlicher Geschwindigkeit ausgeführt. Der 2. Guß auf die Teeblätter dauerte etwas länger und bescherte uns herrlichen grünen Tee.

Nach einigen Teerunden und einem gemütlichen Plausch zwischen Business und Privat wurde wir durch den Showroom geführt. Hier konnten wir die neuesten Entwicklungen bzw. Produktionen bestaunen. Die Zeit verging und bevor wir zum Flughafen gefahren wurden, luden Jualy und Mr. Tong noch zum Dinner in ein bodenständiges Lokal gegenüber ein, wo Sie oft nach Meetings sitzen. Hier wurde dann nochmal kräftig geschlemmt. Auch das Bier kam nicht zu kurz, da es nach dem Zuprosten hier anscheinend üblich ist, den Humpen zu leeren. Sichtlich angestrengt zog das der General Manager, Mr. Tong, auch durch und hatte offensichtlich Spass daran meine Trinkkünste zu fordern. Ich war sehr überrascht, dass es hier anscheinend sogar Bierspiele gibt, welche gerne in Form von Schere, Stein, Papier gespielt werden.

Schließlich wurden wir nach einem schönen und kurzweiligen Tag zum Flughafen gebracht. Wahre Gastfreundschaft!

So, nun sitzen wir am Flughafen und leider ist der Flug 2 Stunden verspätet,… Fortsetzung folgt!

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