Sightseeing in Seoul / Korea

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Insgesamt standen uns 3 volle Tage zum Erkunden in Seoul zur Verfügung. Mit Hilfe einiger Tourguides, welche im Hotel auslagen, und unserem Stadtplan bastelten wir uns ein maßgeschneidertes Seoulprogramm mit einigen Highlights. Einen Tag verbrachten wir damit, um uns die nähere Umgebung anzusehen. Mir kam das sehr zugute, denn so konnte ich meine Rückenschmerzen auskurieren.

Hier kurz ein Überblick von den für uns interessantesten Sights:

City Hall

Die City Hall nahmen wir uns als erstes Ziel vor. Da leider zwischen alter und neuer City Hall nicht unterschieden wurde, landeten wir vorerst beim Ausgang zur neuen City Hall mitten in einem geschäftigen Seouler Büroviertel. Hier prallten für uns zwei Welten aufeinander. Einerseits sahen wir riesige Wolkenkratzer und andererseits einfachste Essstände, mobile Schuhputzgeschäfte oder auch Schuhmacher. Nachdem uns klar wurde, dass wir bei der neuen Administration gelandet waren, blickten wir auf den nächsten Plan und fanden den Weg zum alten Gebäude. Auch hier war der Unterschied zwischen Alt und Neu deutlich zu sehen, die neuen Gebäude überragten das alte um einiges. Durch den davor liegenden Platz hatte man plötzlich das Gefühl sehr weit zu sehen, was auf mich sehr beruhigend wirkte.

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Deok Sugung Palace

Der neben der City Hall gelegene Palast beeindruckte allein schon durch sein imposantes Eingangstor. Dank ISIC Studentenausweis kamen wir für 500 statt 1000 Won (ca. 30c) hinein. J
Auf Grund eines Sirenendauertones wurden wir regelrecht in den Palast gezogen, wobei hinter uns das Massive Tor verschlossen wurde. Wir wogen uns in Sicherheit, vor allem auch, weil uns die Palastwache so nett angelächelt hat. Wir hofften nur, dass das Sirenengeheul, das Minuten später immer noch andauerte, nichts mit Nordkorea zu tun hatte. Durch die Innenliegenden Tempel beeindruckt, vergaßen wir diese Sorge aber schnell.
Wir drehten eine Runde durch den Garten und sahen uns dabei die Gemächer der Könige, den Thronsaal, einen Pavillon der von einem russischen Architekten entworfen wurde und auf Wunsch des Königs halb „westlich“( also von einem Säulenkranz umgeben) war und díe „neueren“ Gebäude von 1918, also den früheren Regierungssitz in dem jetzt ein Kunstmuseum ist, an.

Nam Dae Mun Market

Der Markt wurde als größter Freiluftmarkt Koreas beschrieben. Dieses Marktgefühl konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.
Beim Betreten des Marktes, der ein ganzes Viertel samt seinen Straßenzügen in Seoul ausfüllt, stellten wir fest, dass es jeweils einen bestimmten Bereich für gewisse Produktgruppen gab. Gleich bei den Textilhändlern schlug Gerald bei einem Paar Socken um gut 50 Cent (1000 Won) zu. Danach gings durch die Essmeile, in der es nach allerhand fremden Düften roch und wir etliche Gemüsesorten, Fisch und Meeresfrüchte noch nie zuvor gesehen hatten. Auch die Restaurants mit ihren Tischgrillen gefielen uns sehr. Bei einem Ess-Stand genehmigten wir uns auf einem Stäbchen gebraten Reis, der hervorragend schmeckte und dann schlugen wir uns weiter durch die Menschenmassen.

Seoul Tower

In der Nähe der Nam Dae Mun Marktes kann man mit einer Seilbahn auf den Stadtberg von Seoul fahren. Wir besorgten uns Hin&Retour Tickets für jeweils 7000 Won und ab ging der Spaß. Auf der kurzen Fahrt eröffnete sich ein Blick in alle Ecken von Seoul. Riesige Häusermeere tauchten auf. Oben angekommen machten wir uns auf den Weg zum Tower, von den am Weg angebotenen gebratenen Käfern versuchten wir nichts. Als wir am Tower ankamen, entdeckten wir tausende Schlösser, die von Liebespaaren hier angebracht wurden und werden.
Nachdem wir ein zweites Mal Tickets für 7500 Won gelöst hatten, ging es innerhalb von wenigen Sekunden zur Spitze des Towers. An den verglasten Fenstern waren in der jeweils richtigen Richtung die Entfernungen zu den wichtigsten Weltstädten angegeben. Der Ausblick auf Seoul war genial und wir genossen den Sonnenuntergang in vollen Zügen bei Kaffee und Kuchen. Bei der Abfahrt mit der Gondel bot sich uns ein wunderbarer Ausblick auf die beleuchtete Stadt.

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