St. Petersburg Tour 3

Da wir uns bewusst keinen Wecker für den nächsten Tag gestellt hatten, verschliefen wir erst einmal beinahe den ganzen nächsten Vormittag. So gegen Mittag gingen wir zum Frühstücken ins „Kaffee Haus“ um die Ecke, das wir dann aber spontan in ein Mittagsessen verwandelten. Wir nahmen beide den Business Lunch, der aus zwei Blini mit je einer Lachs- und einer Karfoffelpüreefüllung, außerdem einen Kirschmuffin und Cappuccino bestand. Wir bestellten noch Mineralwasser dazu und kamen so insgesamt auf umgerechnet 10€. Mittlerweile wissen wir, wie man im St. Petersburg günstig essen gehen kann und dabei auch noch satt wird!
Da wir am Vortag nicht zum gewünschten Sightseeing gekommen sind, dachten wir uns, es heute nachzuholen. Also fuhren wir mit der Metro mit einmal Umsteigen vom Bahnhof Vosstanyia bis zur Station Gorkovskaya. Wir drehten eine längere Sightseeing Tour und begannen am Alexander Park. Dabei fiel uns erst mal eine nicht näher im Stadtplan beschriebene Moschee auf, die wir auch gleich fotografierten. Danach gings auf die kleine im Fluss Neva gelegene Festungsinsel, die einst zum Schutz von St. Petersburg errichtet wurde. Auf der Insel boten sich viele Fotomotive; unter anderem mit einer alten russischen Wachsfigur, die wir uns mit vielen anderen teilen mussten. Den Höhepunkt der Insel stellte die wunderbare mit goldenen Dächern verzierte Peter und Pauls Kathedrale dar, die uns um 15 Uhr auch ein Glockenspiel bot. Beim Verlassen der Insel fiel uns auf, dass dieser Stadtbereich auch wie ein Magnet Hochzeitsgesellschaften in seinen Bann zog. Unzählige teure Limousinen und auch ein paar geschmückte Lada begegneten uns. Zudem begeisterte uns ein Fitnessstudio, das in einer alten Holzfregatte mit drei Masten untergebracht war.

Auf der Brücke zurück zum Festland wehte uns ein sehr starker eisiger Wind entgegen. Zum ersten Mal sahen wir wie ein russischer Polizist einen Passanten um die Papiere fragte. Aber unser Blick fiel gleich auf die gewaltige Eremitage auf der anderen Seite des Ufers, die wir dann besichtigten. Der für Studenten mit ISIC-Ausweis kostenlose Eintritt kam uns sehr entgegen. Die restriktive Eingangskontrolle nervte. Obendrein mussten wir auch noch unsere Jacken abgeben; Gott sei Dank im Preis inbegriffen.  Die Ausstellung an sich und auch die Räumlichkeiten waren sehr beeindruckend. Wir haben uns im Speziellen die römische und griechische Antike, das alte Ägypten und auch die Entwicklung der muslimischen Welt näher angesehen. Danach gings den ganzen Weg zu Fuß heim über den Newsky Prospekt. Schließlich gönnten wir uns im Kroschka Kartoschka das Menü, bestehend aus Borsch (Rübensuppe, deftig), Salat und Ofenkartoffel mit Fisch und Gemüse. Dazu wärmten wir uns an einer Tasse heißem Tee auf.

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