Von St. Petersburg nach Moskau und die erste Übernachtung

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Von unserer letzten Erfahrung mit dem Zug zu reisen noch etwas gebrandmarkt, beschlossen wir, für den Reiseabschnitt St. Petersburg – Moskau das Flugzeug zu nehmen. Wir kamen auch ganz gut mit der Metro, dem Bus und Geralds Russisch-Kenntnissen zum richtigen Flughafen. Eigentlich dachten wir, dass ein Inlandsflug nicht so extrem genau kontrolliert wird. Aber auf dem St. Petersburger Flughafen wurden wir eines Besseren belehrt, erst einmal kommt bereits beim Eingang eine Röntgenkontrolle des gesamten Gepäcks, dann wurde auch noch Gerald als Stichprobe auserwählt, er musste seinen Outdoor Rucksack öffen und seine Papiere samt Flugdaten herzeigen. Nachdem dieser Schreck überwunden war folgte der Nächste, denn unser Flug stand nicht auf der Anzeigetafel. Gerald fragte nach und fand heraus, dass wir zum Sektor B müssen. Aber wo war dieser Sektor? Nach mehreren vergeblich gedrehten Runden entdeckten wir eine relativ schmale Treppe im hintersten Winkel des Flughafens mit einem Anzeigeschild: Sektor B. Dort angekommen hatten wir auf Grund der Verspätung unseres Fluges eine Stunde mehr Zeit. Das Einchecken verlief problemlos, vor allem, weil wir es geschafft hatten, vor der Chinesischen Reisegruppe dran zu kommen. Den Sicherheitscheck will ich auch noch erwähnen: man muss sich in so eine Art Kammer stellen, die sich um einen herumdreht und in der man ganzkörpergeröngt wird. Der Vorteil ist, dass man weder Gürtel noch Uhr oder Jacke ausziehen muss und es geht eigentlich auch recht schnell. Der Flug selber war etwas holprig und das Flugzeug auch nicht so komfortabel wie wir es vom Westen her gewohnt sind, aber es dauerte ja nur ca. eine Stunde, bis wir Moskau erreichten. Dort angekommen erwischten wir auch gleich den richtigen Bus in die Stadt, genauer gesagt zur ersten Metro-Station, denn der Flughafen ist wirklich sehr weit außerhalb. Nach einer kurzen Suche erreichten wir so gegen Mitternacht unsere zuvor gebuchte Jugendherberge. Da stellte sich heraus, dass gerade umgebaut wird und deshalb unser Doppelzimmer nicht verfügbar war. Zwei Italiener hatten offenbar dasselbe Problem, aber die Besitzer hatten bereits eine Lösung: Die Italiener konnten bei ihnen übernachten, wir wurden in eine Partnerherberge etwas außerhalb des Zentrums gefahren. Dabei erfuhren wir live den Fahrstil der Moskauer. Unser Zimmer war sehr gepflegt, das Badezimmer mussten wir uns nur mit einem anderen Paar teilen, wir waren zufrieden.
Am nächsten Morgen entdeckten wir, dass wir in einem alten Gebäude geschlafen haben, das von einem riesigen Park umgeben war. Wir drehten noch eine kleine Runde und wurden dann, wie am Vortag vereinbart, so gegen Mittag wieder von der Hostel-Besitzerin abgeholt.

Während der Fahrt von unserer ersten Übernachtung Richtung Moskau Zentrum machten wir mit der Hostelbesitzerin Olga aus, dass wir nicht in die Jugendherberge ziehen, sondern während unseres Moskauaufenhaltes bei ihnen privat wohnen, denn die Umbauarbeiten vor allem im Bad schreckten uns doch sehr ab. Zu Hause angekommen, sahen wir, dass es sehr gemütlich war. Wir wurden auch gleich gebührend von der Katze Silva begrüßt. Die erste Nacht schliefen wir noch auf dem Couch im Wohnzimmer, weil das eigentliche Zimmer noch belegt war, es war aber sehr bequem und störte uns auch nicht. Die nächsten zwei Nächte konnten wir dann in einem eigenen Zimmer schlafen.

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