verregnete Tage in Yangshuo

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Nach einem ausgiebigen Frühstück im Guesthouse, wollten wir den sehr starken Regen abwarten und danach eine Erkundigungsrunde durch die Stadt machen. Also warteten wir, und warteten, und warteten… bis es endlich nur noch nieselte. Darum gingen wir mit Regenjacken und Regenschirm bewaffnet los. Einige Einheimische wollten uns diverse Dinge verkaufen, wie zum Beispiel Regenjacke und Regenschirm 🙂 oder auch DVDs, Armketten, Postkarten usw.. Zwischendurch fing es wieder sehr stark zu Regnen an und wir konnten unsere Raichle-Trekking-Schuhe zum ersten Mal auf Dichtheit testen.
Wir kamen an sehr sehr vielen Restaurants und Verkaufsständen vorbei, und entschieden uns schließlich für ein sehr nett aussehendes Restaurant, das Balcony Restaurant. Bei der Bestellung gab es allerdings bereits die ersten Probleme: Die meisten der von uns ausgesuchten Speisen waren nicht zu haben, weil der chinesische Koch grad nicht da war. Also entschieden wir uns für die Sparvariante und nahmen jeder eine Suppe und gemeinsam eine Portion Schnecken. Die Schnecken waren ok, wenn man sie dann einmal vom Gehäuse und den Därmen befreit hatte, aber alles in allem war dieses Restaurant ein Reinfall.
Wir holten uns vom Geschäft nebenan ein paar Knabbereien und verbrachten den restlichen Tag mit Buch und Internet, später mit ein paar Bier, im Guesthouse.

Noch etwas müde vom anstrengenden Vortag verschliefen wir erst mal den nächsten Vormittag. Weil es leider immer noch in Strömen regnete und wir nicht schon wieder den ganzen Tag im Guesthouse verbringen wollten, entschieden wir uns für eine andere Location. Ich hatte von unserem Zimmerfenster schon was entdeckt, das ich ausprobieren wollte. Also gingen wir mit unseren Laptops bewaffnet quer über die Straße, ins MC Blues Café in den ersten Stock. Wir bestellten erst mal ein ausgiebiges Katerfrühstück und waren sehr begeistert, denn erstens war alles sehr gut, und zweitens auch preislich total in Ordnung. Einzig der Kaffee benötigte eine doppelte Portion Milch und Zucker, denn er war wirklich sehr stark und verdiente mit diesem Milchschaum auch eigentlich den Namen Cappuccino nicht. Aber: wir waren ja in China und da trinkt man wohl besser Tee. Dass wir im ersten Stock saßen, hatte gleich mehrere Vorteile: erstens waren wir alleine, zweitens saßen wir auf gemütlichen Sofas, drittens kamen nicht ständig irgendwelche Einheimische vorbei die uns etwas verkaufen wollten, viertens gabs Wireless LAN mit guter Verbindung und fünftens kamen auch die Kellnerinnen nie von selber rauf um eine Bestellung aufzunehmen. Kurzerhand ernannten wir dieses Café zu unserem „Wohnzimmer“. Dort zog es uns im Laufe der Woche auch immer wieder hin, egal ob zum Surfen oder einfach nur zum Essen, denn man isst wirklich ausgezeichnet.
Irgendwann am Nachmittag hörte es auf zu regnen und wir beschlossen, noch eine gemütliche Runde zu drehen. Wir gingen Richtung Li River hinunter und dann den Fluss entlang bis zum Li River Retreat, in das wir am nächsten Tag umziehen wollten. Auf dem Weg wurden wir sehr sehr oft angesprochen und gefragt, ob wir nicht einen Bamboo Raft machen wollten. Das ist im Grunde eine Flussfahrt auf einem aus Bambusstämmen gebauten Floß. Ist sicherlich sehr idyllisch, aber wir hatten schlicht keine Lust dazu.
Letztendlich waren wir dann doch ca. zwei Stunden unterwegs, bekamen eine wunderschöne Landschaft zu sehen und hatten dabei das Glück, dass es nicht wieder zu regnen begann.

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